Niko Nissen Stiftung

Engagement ist wichtig!

Deshalb engagieren wir uns in einem Projekt zur Rehabilitation hörgeschädigter Kinder sowie zur Fort- und Weiterbildung von Fachpersonal aus Weißrussland.

Helfen Sie mit Ihrer Spende!

Niko Nissen Stiftung
Stichwort: Tschernobyl-Hilfe
Volksbank Niebüll

IBAN: DE90 2176 3542 0007 8562 02
BIC: GENODEF1BDS
(Konto-Nr. 785 62 02 / BLZ: 217 635 42)
Unsere Umsatzsteuer-ID lautet: DE 134652043

   

Die Arbeit der Niko Nissen Stiftung e.V.

Unser Projekt begann im Frühjahr 1995 mit der angeblich taubstummen Vera, die von ihren alkoholsüchtigen Eltern in der Taubstummenschule mit integriertem Heim in Pinsk abgegeben, aber nie wieder abgeholt wurde.

Man suchte Unterstützung für Vera für die Ohren- und Augenuntersuchungen. 
Ich bot Hilfe an.

Vera war nur extrem schwerhörig, aber keineswegs taub und wurde mit Hörgeräten und Brille versorgt.

Die strahlenden Augen von Vera, als sie die ersten akustischen Laute, den Wind in den Bäumen, das zwitschern der Vögel, die Sprache der Menschen, das Knacken eines frischen Brötchens beim Reinbeißen hörte, öffnete die Tür für ein großes Vorhaben !

Aus der anfänglichen Unterstützung durch Transporte mit Hilfsgütern und Medikamenten für die Menschen in der Tschernobyl-Region Pinsk, wurde dort die Partnerschaft zum Taubstummenheim entwickelt. 400 Kinder sind jetzt versorgt und sind in der Lage ihre Muttersprache zu erlernen, um später einmal ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

HILFE ZUR SELBSTHILFE ist unser Ziel und so haben wir Lehrkräfte zu Technikern ausgebildet, die in einem von uns installierten Labor Ohrstücke (das wichtigste Bindeglied zum Ohr) selbst herstellen können.

Für die Fortbildung stehen beim alljährlichen Besuch von 25 Kindern und 4 Betreuern, Reparaturkurse auf dem Programm. Um das Labor optimal zu nutzen, haben wir eine Kooperation zur Schwerhörigenschule in Kobrin geschaffen. Neben den als taubstumm abgestempelten ca. 200 Kindern in Pinsk, kommen noch einmal ca. 180 schwerhörige Kinder in Kobrin dazu, die in diesem Projekt versorgt und betreut wurden. Auch da haben wir ein kleines Labor eingerichtet und eine Technikerin ausgebildet.

Leider kommen wir mit den Kindern aus den Schulen erst mit 4-5 Jahren in Kontakt, so dass die für die Sprachentwicklung wichtigen ersten 3 Lebensjahre schon vergangen sind.

Durch großzügige Spende unserer Kollegen konnten wir im Jahre 1999 ein Früherkennungsgerät für kindliche Hörstörungen mit nach Pinsk nehmen, um es in ein Reha-Sanatorium für Kinder zu installieren. Zwei Ärzte werden in Hamburg die Handhabung dieses Gerätes erlernen, so dass wir dieses Jahr im Oktober Kleinkinder schon im ersten Lebensjahr versorgen können.

Jedes Jahr kommen 25 Kinder in unsere Region, um sich zu erholen. Das gute Essen, die lieben Gasteltern und natürlich die Hörgeräte-Anpassung, sowie die Nachkontrolle warten auf die kleinen Gäste. Mit einem gestärkten Immunsystem, dass sie ca. 1 Jahr vor Infekten frei hält, treten sie die Heimreise an.

Die drei Säulen: Elternvertretung, Schule und unsere Organisation haben sich als sehr erfolgreich für die Kinder erwiesen und werden auch weiter für die Kinder aktiv sein können, soweit sich Menschen mit großem Herzen finden lassen, die dieses Projekt weiter unterstützen.

Helfen Sie mit! Werden Sie Pate!

Patenschaft: 420,00 € = Reisekosten, 2 Hörgeräte und Batterien für 1 Jahr
Ratenzahlung = 12 x 35,00 € für 1 Jahr
155,00 € = Reisekosten = 12 x 13,00 € für 1 Jahr

Wir hoffen, alle die an diesem Projekt beteiligt sind, mit diesem Bericht ein gutes Gefühl gemacht zu haben.
Wir sind Ihnen sehr dankbar und sagen im Namen der Kinder und Eltern:

Danke (Spassiba).

Hintergrund

Am 26.04.1986 hat sich die größte Katastrophe seit 1945 ereignet, die Tragödie im Atomkraftwerk Tschernobyl. Zuerst wurde sie bescheidene Havarie genannt, doch Millionen von Menschen wussten nicht, dass an diesem Tag ihr Leben in zwei Teile geteilt wurde, in das Leben vor und nach Tschernobyl.

Nach 1989 konnten die Folgen der atomaren Katastrophe von Tschernobyl in Weißrussland nicht mehr verschwiegen werden. 70 % der ausgetretenen Radioaktivität waren in diesem Land niedergegangen. In Belarus wurden 23 % des Territoriums verseucht.

Mehr als 2 Millionen Menschen leben heute in diesen hoch verstrahlten Gebieten, darunter annähernd 800 000 Kinder. Sie sind es vor allem, die heute sichtbare Folgen zu tragen haben: viele leiden an Immunschwäche und Tumorerkrankungen, Lern- und Konzentrationsstörungen, Anämie und schweren klinischen Symptomen. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Tschernobyl-Aids.

Aufgrund der beunruhigenden Lebenssituationen der belarussischen Kinder nach dem Reaktorunfall wurde die Stiftung „Den Kindern von Tschernobyl“ 1989 in Minsk ins Leben gerufen.

Diese Stiftung organisiert mittlerweile pro Jahr bis zu 15000 Kinderferien in 23 Ländern. Auch in Schleswig-Holstein sind jährlich ca. 600 Kinder bei Gasteltern zur Erholung.

In einem Internat in Pinsk leben während des gesamten Schuljahres ca. 250 Kinder zwischen 3 und 17 Jahren. Diese Kinder werden als taubstumm abgestempelt, obwohl sie teilweise nur hochgradig schwerhörig sind. Diese Hörschäden sind zum Teil mit der Katastrophe in Tschernobyl in Verbindung zu bringen.